Die Vereinigung kirchlicher Mitarbeitendenverbände in Deutschland (VKM-D) hat gemeinsam mit dem Verband diakonischer Dienstgeber mehrere Gespräche mit religionspolitischen Sprecher*innen verschiedener Bundestagsfraktionen geführt. Ziel der Gespräche war es, die Perspektiven kirchlicher und diakonischer Arbeitgeber in aktuelle religions- und arbeitsrechtliche Debatten einzubringen.
An den Gesprächen nahmen auf politischer Seite Lamya Kaddor und Ricarda Lang (Bündnis 90/Die Grünen), Stefan Nacke (CDU) sowie Bodo Ramelow (Die Linke) teil.
Für die VKM-D beteiligten sich Anne Parusel, Vorsitzende der VKM-D, sowie Roland Scheuring, Mitglied des Vorstands. Seitens des Verbands diakonischer Dienstgeber nahmen Dr. Max Mälzer, Hauptgeschäftsführer, und Rolf Baumann, stellvertretender Geschäftsführer, an den Gesprächen teil.



Kirchliches Arbeitsrecht im Fokus
Inhaltlich standen die Vorteile des kirchlichen Arbeitsrechts im Mittelpunkt der Gespräche. Dabei wurde insbesondere die Bedeutung des Dritten Weges für verlässliche, partnerschaftlich ausgehandelte Arbeitsbedingungen in Kirche und Diakonie hervorgehoben. Die Gesprächspartner*innen diskutierten, wie dieses bewährte System auch künftig rechtssicher ausgestaltet und politisch angemessen berücksichtigt werden kann.
Ein weiterer zentraler Punkt war die Notwendigkeit der Gleichbehandlung kirchlicher Tarifwerke und staatlicher Tarifverträge in gesetzlichen Regelungen. Am Beispiel des geplanten Bundestariftreuegesetzes wurde deutlich gemacht, dass kirchliche Arbeitsvertragsrichtlinien in ihrer Verbindlichkeit und Qualität Tarifverträgen gleichzustellen sind.
Konstruktiver Austausch
Die Gespräche waren von einem offenen und konstruktiven Austausch geprägt. Sie haben gezeigt, wie wichtig der direkte Dialog zwischen Politik, Kirche und diakonischen Arbeitgebern ist, um die besonderen Rahmenbedingungen kirchlicher Arbeit angemessen in politische Entscheidungsprozesse einzubringen. Der VKM-D wird diesen Dialog auch künftig aktiv fortführen und sich weiterhin für verlässliche, faire und rechtssichere Arbeitsbedingungen für kirchliche Mitarbeitende einsetzen.
